Evangelischer Friedhof Fachsenfeld

Der evangelische Friedhof Fachsenfeld ist der einzige noch verbliebene kirchliche Friedhof der Flächenstadt Aalen. Er befindet sich um die evangelische Kirche Fachsenfeld. Nutzungsberechtigt sind die Gemeindeglieder und ihre Ehepartner. Der Friedhof bietet Erdgräber und Urnengräber. Über die Nutzungszeit und die Gebühren gibt die nachfolgende Friedhofsordnung Auskunft. Die Friedhofsverwaltung erfolgt über die Evangelische Kirchenpflege Fachsenfeld, Frau Elke Litz, Teleon 07366-923635.

Nutzungsentgelt für den  Friedhof                                                                                                                                          Der Kirchengemeinderat der evangelischen Kirchengemeinde Fachsenfeld hat am 28.07.2011 die  Nutzungsentgelte auf dem evangelischen Friedhof Fachsenfeld neu geregelt.

Ab 1.7.2012 verrechnen wir folgende Nutzungsentgelte
• Einzelgrab  1.600 €,   (20 Jahre)
• Doppelgrab 2.510 €,   (20 Jahre)
• Urnengrab   1.490 €,  (15 Jahre)
• Kindergrab     930 €   (15 Jahre)

Am 26. 01. 2012 hat der Kirchengemeinderat beschlossen, dass bei Urnenbestattungen auf dem evangelischen Friedhof nur noch verrottbare Urnen und Überurnen verwendet werden dürfen.                 Die Technologie der heutigen Werkstoffe ist soweit ausgereift, dass auch bei der Verwendung solcher    Materialien bei der Bestattung ein würdiger und pietätvoller Umgang problemlos möglich ist.
Aus Gründen des Umweltschutzes ist es sinnvoll, dass nach Ablauf der Ruhezeit von 
15 Jahren keine weitere Umbettung von alten Über-Urnen mehr vorgenommen wird.                           Diese Regelung tritt ab 1. März 2012 in Kraft.

 

Friedhofsordnung der Evangelischen Kirchengemeinde

Fachsenfeld

Aufgrund des § 58 der Kirchengemeindeordnung in der Fassung vom 2. März 1989 (Abl. 53 S. 696)

zuletzt geändert durch das Gesetz vom 9. Juli 2005 (Abl. 61 S. 325) und des Art. 21 Abs. 5 des

Evangelischen Kirchenvertrages Baden-Württemberg vom 17. Oktober 2007 (Gbl. 2008 S. 2)

beschließt der Kirchengemeinderat nachfolgende Friedhofsordnung.

Inhaltsverzeichnis

Friedhofsordnung der Evangelischen Kirchengemeinde Fachsenfeld.................................................1

I. Allgemeine Bestimmungen..........................................................................................................2

§ 1 Widmung...............................................................................................................................2

§ 2 Verwaltung............................................................................................................................2

II. Ordnungsvorschriften..................................................................................................................2

§ 3 Verhalten...............................................................................................................................2

§ 4 Gewerbliche Betätigung auf dem Friedhof...........................................................................3

III. Allgemeine Bestattungsvorschriften..........................................................................................3

§ 5 Einteilung und Belegung des Friedhofs ...............................................................................3

§ 6 Beerdigungserlaubnis............................................................................................................3

§ 7 Särge und Urnen ...................................................................................................................4

§ 8 Aushebung der Gräber..........................................................................................................4

§ 9 Ruhezeit und Umbettung......................................................................................................4

IV. Grabstätten.................................................................................................................................5

§ 10 Nutzungsrecht.....................................................................................................................5

§ 11 Verlängerung des Nutzungsrechts......................................................................................6

§ 12 Wiederbelegung .................................................................................................................6

V. Grabmale und Grabausstattungen...............................................................................................6

§ 13 Gestaltung...........................................................................................................................6

§ 14 Verfahren............................................................................................................................6

§ 15 Ausmaße..............................................................................................................................6

§ 16 Werkstoffe...........................................................................................................................7

§ 17 Standsicherheit....................................................................................................................7

§ 18 Grabeinfassungen................................................................................................................8

§ 19 Entfernung...........................................................................................................................8

VI. Herstellung der Gräber und Abräumen nach Ablauf der Ruhezeit...........................................8

§ 20 Herstellung, Unterhaltung und Bepflanzung......................................................................8

§ 21 Abräumen der Gräber nach Ablauf der Ruhezeit................................................................9

VII. Schlußbestimmungen.............................................................................................................10

§ 22 Listenführung....................................................................................................................10

§ 23 Nutzungsentgelt................................................................................................................10

§ 24 Besondere Fälle.................................................................................................................10

§ 25 Haftung..............................................................................................................................10

§ 26 Übergangsbestimmungen und Inkrafttreten.....................................................................10

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I. Allgemeine Bestimmungen

§ 1 Widmung

1) Der Friedhof ist Eigentum der Evangelischen Kirchengemeinde (Friedhofsverwaltung). Er dient

der Beisetzung ihrer verstorbenen Gemeindeglieder und deren Angehörigen gemäß § 10 Absatz 1),

die bei ihrem Tode in der Kirchengemeinde Fachsenfeld den Wohnsitz oder Aufenthalt hatten. Für

andere Personen bedarf es der besonderen Erlaubnis der Friedhofsverwaltung.

2) Ferner kann ein Gemeindeglied auf dem Friedhof bestattet werden, das früher in der

Kirchengemeinde gewohnt hat und seine Wohnung hier nur wegen der Aufnahme in ein

auswärtiges Altenheim, Altenpflegeheim oder eine ähnliche Einrichtung oder wegen Verlegung des

Wohnsitzes zu auswärts wohnenden Angehörigen zur Vermeidung der Aufnahme in eine der

genannten Einrichtungen aufgegeben hat.

§ 2 Verwaltung

Die Verwaltung und Beaufsichtigung des Friedhofs und des Beerdigungswesens obliegt der

Friedhofsverwaltung.

II. Ordnungsvorschriften

§ 3 Verhalten

1) Die Besucher haben sich ruhig und der Würde des Orts entsprechend zu benehmen.

2) Kinder unter 7 Jahren dürfen den Friedhof nur in Begleitung von Erwachsenen betreten.

3) Auf dem Friedhof ist insbesondere nicht gestattet:

a) Die Wege mit Fahrzeugen aller Art zu befahren, ausgenommen Kinderwagen und

Rollstühle sowie Fahrzeuge der Gemeinde und der für den Friedhof zugelassenen

Gewerbetreibenden,

b) während einer Bestattung oder einer Gedenkfeier in der Nähe Arbeiten

auszuführen,

c) den Friedhof und seine Einrichtungen und Anlagen zu verunreinigen oder zu

beschädigen sowie Grabstätten unberechtigterweise zu betreten,

d) Tiere mitzubringen, ausgenommen Blindenhunde,

e) Abraum und Abfälle außerhalb der dafür bestimmten Stellen abzulagern sowie

Haus- und hausmüllähnliche Abfälle und außerhalb des Friedhofes anfallende

Grünabfälle auf dem Friedhof zu entsorgen,

f) das Aufstellen von nicht genehmigten Einrichtungen und Gegenständen wie Stühlen

und Bänken,

g) Waren und gewerbliche Dienste anzubieten,

h) Druckschriften zu verteilen,

i) jede Sammeltätigkeit.

Ausnahmen können von der Friedhofsverwaltung zugelassen werden, soweit sie mit

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der Würde des Friedhofs und der Ordnung auf ihm zu vereinbaren sind.

4) Der Friedhof darf nur während der bekanntgegebenen Öffnungszeiten betreten werden.

§ 4 Gewerbliche Betätigung auf dem Friedhof

(1) Bildhauer, Steinmetze, Gärtner und sonstige Gewerbetreibende bedürfen für die Tätigkeit

auf dem Friedhof der vorherigen Zulassung durch die Kirchengemeinde. Sie kann den Umfang der

Tätigkeiten festlegen. Zugelassen werden nur solche Gewerbetreibende, die in fachlicher,

betrieblicher und persönlicher Hinsicht zuverlässig sind. Die Zulassung erfolgt durch Ausstellung

eines Berechtigungsscheins; dieser ist den aufsichtsberechtigten Personen der Kirchengemeinde auf

Verlangen vorzuzeigen. Die Kirchengemeinde entscheidet über den Antrag innerhalb einer Frist

von einem Monat nach Eingang des Antrags.

(2) Die Gewerbetreibenden und ihre Beauftragten haben die Friedhofsordnung und die dazu

ergangenen Regelungen stets zu beachten.

(3) Die Gewerbetreibenden dürfen die Friedhofswege nur zur Ausübung ihrer Tätigkeit und

nur mit geeigneten Fahrzeugen befahren. Werkzeuge und Materialien dürfen auf dem Friedhof

nur vorübergehend oder nur an den dafür bestimmten Stellen gelagert werden. Bei Beendigung

der Arbeit sind die Arbeits- und Lagerplätze wieder in einen ordnungsgemäßen Zustand

zu bringen.

(4) Bei Gewerbetreibenden, die gegen die Vorschriften der Absätze 2 oder 3 verstoßen,

oder bei denen die Voraussetzungen des Absatz 1 ganz oder teilweise nicht mehr gegeben

sind, kann die Kirchengemeinde die Zulassung auf Zeit oder Dauer zurücknehmen oder widerrufen.

III. Allgemeine Bestattungsvorschriften

§ 5 Einteilung und Belegung des Friedhofs

1) Der Friedhof wird nach dem aufgestellten Friedhofsplan, der ein Bestandteil der

Friedhofsordnung ist, eingeteilt.

2) Die Belegung der Gräber geschieht in der Regel der Reihe nach. Die Friedhofsverwaltung kann

Ausnahmen bestimmen.

§ 6 Beerdigungserlaubnis

Die vom Standesamt auszustellende Sterbefallbescheinigung nach § 65 PStG ist der

Friedhofsverwaltung zur Genehmigung der Beerdigung und Bestimmung der Grabstätte

vorzulegen.

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§ 7 Särge und Urnen

1) Die Särge für Kindergräber dürfen höchstens 1,40 m lang, 0,50 m hoch und im Mittelmaß 0,50 m

breit sein. Die übrigen Särge dürfen höchstens 2,05 m lang, 0,65 m hoch und im Mittelmaß 0,65 m

breit sein. Sind in besonderen Fällen größere Särge erforderlich, so ist die Zustimmung der

Friedhofsverwaltung einzuholen.

2) Die Särge müssen fest gefügt und so abgedichtet sein, dass das Durchsickern von Feuchtigkeit

ausgeschlossen ist. Särge aus Metall oder Kunststoff dürfen nicht verwendet werden.

3) Die Sargausstattung darf nur aus Materialien sein, welche die Verwesung nicht behindern. Für

das Sarginnere dürfen nur umweltgerecht vergängliche Materialien verwendet werden. Synthetische

Stoffe für den Sargausschlag und die Sterbewäsche sind verboten.

4) Urnen und Überurnen müssen grundsätzlich aus einem Material bestehen, welches innerhalb der

Ruhezeit verweslich ist. Ein geeigneter Nachweis über die Verwesungseigenschaften der Urne oder

Überurne muss der Friedhofsverwaltung vor dem Bestattungstermin vorgelegt werden.

§ 8 Aushebung der Gräber

1) Die Aushebung und Schließung der Gräber wird von dem zuständigen Bestattungsordner der

Stadt Aalen veranlasst.

2) Zum Ausheben des Grabes müssen die Nutzungsberechtigten oder Antragsteller

etwa vorhandene Grabmale, Fundamente, Grabeinfassungen, Grabzubehör und

Pflanzen auf ihre Kosten entfernen lassen.

3) Die Tiefe der einzelnen Gräber beträgt von der Erdoberfläche (ohne Hügel) bis zur

Grabsohle mindestens 1,60 m.

4) Urnen sind so beizusetzen, dass die Oberkante mindestens 0,40 m unter der

Erdoberfläche liegt.

§ 9 Ruhezeit und Umbettung

1) Die Ruhezeit bis zur Wiederbelegung des Grabes beträgt bei Personen von 0 – 10 Jahren 15

Jahre und bei Personen über 10 Jahren 20 Jahre. Die Ruhezeit der Aschen beträgt 15 Jahre für alle

neu erworbenen Urnengrabstätten. Für Grabstätten, die vor diesem Zeitpunkt erworben wurden, gilt

die Ruhezeit fort, die vor Inkrafttreten dieser Friedhofsordnung gegolten hat.

2) In der Regel wird keine Umbettung der Asche erlaubt, außer in besonders gelagerten

Ausnahmefällen, die eines Beschlusses des Kirchengemeinderates bedürfen.

3) Umbettungen erfolgen nur auf Antrag des Nutzungsberechtigten.

4) Die Umbettungen lässt der zuständige Bestattungsordner der Stadt Aalen durchführen. Er

bestimmt den Zeitpunkt der Umbettung.

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5) Die Kosten der Umbettung und den Ersatz von Schäden, die an benachbarten

Grabstätten und an Anlagen durch eine Umbettung zwangsläufig entstehen, haben die

Antragsteller zu tragen.

6) Der Ablauf der Ruhezeit wird durch eine Umbettung nicht unterbrochen oder

gehemmt.

IV. Grabstätten

§ 10 Nutzungsrecht

(1) Wahlgräber sind Grabstätten für Erdbestattungen und die Beisetzung von Aschen, an denen ein

Nutzungsrecht durch Abschluss eines Nutzungsvertrages eingeräumt wird. Nutzungsberechtigter ist

die durch den Nutzungsvertrag berechtigte Person oder deren Rechtsnachfolger.

2) Je nach Größe der Urnengräber bzw. der Größe der Überurnen können maximal bis zu 4 Urnen

in einem Urnengrab beigesetzt werden.

3) Die Beisetzung von Urnen in Grabstätten für Erdbestattung ist möglich.

4) Nutzungsrechte an Wahlgräbern werden auf Antrag auf die Dauer der jeweiligen Ruhezeit gemäß

§ 9 (Nutzungszeit) eingeräumt. Sie können nur anläßlich eines Todesfalls eingeräumt werden. Die

erneute Einräumung eines Nutzungsrechts ist nur auf Antrag möglich.

5) Ein Anspruch auf Einräumung oder erneute Einräumung von Nutzungsrechten besteht nicht.

6) Wahlgräber für Erdbestattungen können ein- und zweistellige Einfachgräber sein.

7) Während der Nutzungszeit darf eine Bestattung nur stattfinden, wenn die Ruhezeit die

Nutzungszeit nicht übersteigt oder ein Nutzungsrecht mindestens für die Zeit bis zum Ablauf der

Ruhezeit erneut eingeräumt worden ist.

8) Jeder, auf den ein Nutzungsrecht übergeht, kann durch Erklärung gegenüber der

Kirchengemeinde auf das Nutzungsrecht verzichten. Ist die Wahlgrabstätte noch mit einem

Verstorbenen belegt, dessen Ruhezeit noch nicht abgelaufen ist, ist ein Verzicht nur möglich, wenn

der Nutzungsberechtigte eine Person benennt, auf die das Nutzungsrecht übergehen soll und die

bereit ist, in den Nutzungsvertrag einzutreten

9) Der Nutzungsberechtigte hat im Rahmen der Friedhofsordnung und der dazu ergangenen

Regelungen das Recht, in der Wahlgrabstätte bestattet zu werden und über die Bestattung sowie

über die Art der Gestaltung und der Pflege der Grabstätte zu entscheiden. Verstorbene, die nicht zu

dem Personenkreis des Abs. 1 Satz 2 gehören, dürfen in der Grabstätte nicht bestattet werden. Die

Kirchengemeinde kann Ausnahmen zulassen.

10) Das Nutzungsrecht kann jederzeit nach Ablauf der letzten Ruhezeit zurückgegeben werden.

11) Diese Vorschriften gelten entsprechend für Urnenwahlgräber.

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§ 11 Verlängerung des Nutzungsrechts

Das Nutzungsrecht kann durch besondere Genehmigung der Friedhofsverwaltung gegen erneute

Zahlung des jeweiligen Entgeltes verlängert werden. Die Berechtigten sind verpflichtet, für

rechtzeitige Verlängerung zu sorgen. Nach Erlöschen des Nutzungsrechts kann die

Friedhofsverwaltung über die Ruhestätten anderweitig verfügen (§12).

§ 12 Wiederbelegung

1) Gräber, deren Ruhezeit bzw. Nutzungsrecht abgelaufen ist, stehen für die Wiederbelegung zur

Verfügung. Den Zeitpunkt der Wiederbelegung bestimmt die Friedhofsverwaltung.

2) Die bevorstehende Wiederbelegung wird in ortsüblicher Weise bekanntgemacht, mit der

Aufforderung an die Nutzungsberechtigten, die Gräber innerhalb einer von der Friedhofsverwaltung

gesetzten Frist zu räumen.

V. Grabmale und Grabausstattungen

§ 13 Gestaltung

1}Die Grabmale müssen künstlerisch und werkstoffgerecht gestaltet werden und sich in das

Gesamtbild einordnen.

2) Firmenbezeichnungen dürfen nur in unauffälliger Weise, möglichst seitlich, an den Grabmalen

angebracht werden.

§ 14 Verfahren

Die Aufstellung von Grabmalen und deren Einfassungen bedarf der Genehmigung der

Friedhofsverwaltung. Sie kann sich Pläne, Zeichnungen und Materialnachweise vor Erteilung der

Genehmigung vorlegen lassen.

§ 15 Ausmaße

1) Alle Grabmale sind nach dem Verhältnis von Breite und Höhe so zu bemessen, dass sie nicht

verunstaltend wirken.

2) Hierbei gelten folgende Höchstgrenzen für die Ansichtsfläche:

a) auf einstelligem Wahlgrab zur Erdbestattung à 0,7 m²

b) auf zweistelligem Wahlgrab zur Erdbestattung à 1,4 m²

c) auf Urnen- und Kinderwahlgräbern à 0,4 m²

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3) Grabmale in der Nähe der Friedhofsmauer dürfen deren Oberkante nicht überragen.

4) Ganzabdeckungen von Grabstätten für Erdbestattung mit Platten oder sonstigen

wasserundurchlässigen Materialien sind verboten. Zulässig sind Halbabdeckungen.

§ 16 Werkstoffe

1) An Werkstoffen für die Grabmale sind alle Natursteine zugelassen und solche Kunststeine, die

sich von Natursteinen nicht wesentlich unterscheiden.

2) Auf den Grabstätten sind insbesondere nicht zulässig, Grabmale

a) aus schwarzem Kunststein oder aus Gips,

b) mit in Zement aufgesetztem figürlichen oder ornamentalen Schmuck,

c) mit Farbanstrich auf Stein,

d) Emaille, Porzellan oder Kunststoffen in jeder Form

e) aus grellen bzw. farbauffälligen Materialien

f) Inschriften, die der Würde des Ortes nicht entsprechen.

Dies gilt sinngemäß auch für sonstige Grabausstattungen.

3) Lichtbilder sind zulässig, sofern sie nicht störend wirken. Für Lichtbilder gilt ein Höchstmaß von

6 cm x 9 cm .

4) Bei allseitig sichtbaren Grabmalen sind auch Rückseiten und Seitenflächen gleichwertig zu

bearbeiten.

§ 17 Standsicherheit

1) Grabmale und sonstige Grabausstattungen müssen standsicher sein und dürfen auch beim Öffnen

benachbarter Gräber nicht umstürzen, sich neigen oder absenken. Sie sind ihrer Größe entsprechend

nach den allgemein anerkannten Regeln des Handwerks zu fundamentieren und zu befestigen.

Verantwortlich dafür ist der Nutzungsberechtigte. Er hat eine entsprechende Verpflichtung im

Nutzungsvertrag ausdrücklich übernommen.

2) Steingrabmale dürfen folgende Mindeststärken nicht unterschreiten:

Stehende Grabmale:

bis 1,20 m Höhe: 14 cm

bis 1,40 m Höhe: 16 cm

über 1,40 m Höhe: 18 cm

Bei liegenden Grabmalen muss die Steinstärke mind. 10 cm betragen.

3) Bei Grabmalen aus mehreren Stücken sind diese mit eisernen Dollen standsicher zu verbinden.

4) Erscheint die Standsicherheit von Grabmalen und sonstigen Grabausstattungen gefährdet, sind

die für die Unterhaltung Verantwortlichen verpflichtet, unverzüglich Abhilfe zu schaffen. Bei

Gefahr im Verzug kann die Kirchengemeinde Sicherungsmaßnahmen (z. B. Umlegung von

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Grabmalen, Absperrungen) treffen. Im Nutzungsvertrag haben sich die Unterhaltspflichtigen zur

Übernahme der dabei entstehenden Kosten verpflichtet. Die Kirchengemeinde hat sich im

Nutzungsvertrag das Recht vorbehalten, dass dann, wenn der ordnungswidrige Zustand trotz

schriftlicher Aufforderung der Kirchengemeinde nicht innerhalb einer jeweils festzusetzenden angemessenen

Frist beseitigt wird, die Kirchengemeinde berechtigt ist, dies auf Kosten des Verantwortlichen

zu tun oder nach dessen Anhörung das Grabmal oder die sonstige Grabausstattung zu

entfernen. Die Kirchengemeinde bewahrt diese Sachen drei Monate auf. Ist der Verantwortliche

nicht bekannt oder nicht ohne weiteres zu ermitteln, genügt ein sechswöchiger Hinweis auf der

Grabstätte.

§ 18 Grabeinfassungen

Zugelassen sind bei allen Gräbern, die nicht von Einfassungsplatten (Trittplatten) begrenzt sind,

a) alle pflanzlichen Grabeinfassungen, mit Ausnahme von Gehölzpflanzen,

b) Einfassungen aus Stein, in möglichst gleichem Material wie die Grabsteine. Sie dürfen nicht

stärker sein als 6 cm und nicht mehr als 10 cm das Erdreich überragen.

§ 19 Entfernung

1) Die Grabmale und Einfassungen dürfen vor Ablauf des Nutzungsrechts oder der Ruhezeit nicht

ohne Genehmigung der Friedhofsverwaltung entfernt werden.

2) Grundsätzlich können Grabstätten mit Zustimmung der Friedhofsverwaltung drei Jahre vor

Ablauf der Ruhezeit abgeräumt werden. Auf Antrag kann die Friedhofsverwaltung einer über

diesen Zeitraum hinausgehenden früheren Abräumung von Grabstätten bei Vorliegen einer

erheblichen persönlichen Härte für den Grabnutzungsberechtigten zustimmen. Für vorzeitig

abgeräumte Grabstätten wird ein Pflegeentgelt in Rechnung gestellt, dessen Höhe vom

Kirchengemeinderat beschlossen wird.

3) Die Wiederverwendung von Grabmalen ist nur dann zulässig, wenn sie den

Genehmigungsanforderungen entsprechen.

4) Künstlerisch oder geschichtlich wertvolle Grabmale oder solche, die als besondere Eigenart des

Friedhofs aus früheren Zeiten zu gelten haben, unterstehen dem besonderen Schutze der

Kirchengemeinde.

VI. Herstellung der Gräber und Abräumen nach Ablauf der Ruhezeit

§ 20 Herstellung, Unterhaltung und Bepflanzung

1) Alle Grabstätten müssen in einer der Würde des Friedhofs entsprechenden Weise gärtnerisch

angelegt und unterhalten werden.

2) Gräber sind spätestens 6 Monate nach der Beerdigung würdig herzurichten und bis zum Ablauf

des Nutzungsrechts ordnungsmäßig instandzuhalten. Verantwortlich hierfür ist der

Nutzungsberechtige.

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3) Grabbeete dürfen nicht über 10 cm hoch sein. Bei Plattenbelägen zwischen den Gräbern dürfen

die Grabbeete nicht wesentlich höher bzw. tiefer als die Platten sein.

4) Die Grabstätten dürfen nur mit solchen Pflanzen bepflanzt werden, die andere Grabstätten und

die öffentlichen Anlagen nicht beeinträchtigen. Bäume oder höher als 0,8 m wachsende Sträucher

dürfen nicht angepflanzt werden. Kunststoffblumen/-Pflanzen sind verboten. Die im Friedhof

gepflanzten Bäume und Sträucher dürfen nur mit Genehmigung der Friedhofsverwaltung beseitigt

oder verändert werden.

5) Verwelkte Blumen und Kränze sind von den Gräbern zu entfernen. Sie sind mit dem Abraum,

Unkraut usw. auf den hierfür bestimmten Lagerplatz zu bringen.

6) Das Bestreuen der Grabstätten und Zwischenwege mit Kies, Schlacken oder ähnl. Material,

sowie das Aufstellen unwürdiger Gefäße zur Aufnahme von Blumen ist verboten.

7) Die Friedhofsverwaltung ist berechtigt, Pflanzen, die einen unschönen Anblick bieten oder das

Gesamtbild stören oder Nachbargräber beeinträchtigen, wegzusprechen und im Weigerungsfall auf

Kosten der Beteiligten beseitigen zu lassen.

8) Damit das Regenwasser überall einen geregelten Abfluss hat, darf bei Reinigung der zwischen

den Gräbern befindlichen Zwischenräume keine Erde entfernt werden. In Abteilungen, in denen die

Zwischenräume mit Gras angesät sind, darf das Gras nicht entfernt, sondern nur kurz geschnitten

werden.

9) Die ordnungsgemäße Anlegung und Instandhaltung der Wege und Grünflächen sowie die

Bepflanzung des Friedhofs ist Aufgabe der Friedhofsverwaltung

§ 21 Abräumen der Gräber nach Ablauf der Ruhezeit

Nach Ablauf der Ruhezeit bzw. des Nutzungsrechtes muss die Grabstätte vom

Nutzungsberechtigten auf dessen Kosten abgeräumt werden. Bei der Abräumung von Grabstätten

ist die gesamte Grabfläche einzuebnen. Die Bepflanzung auf der Grabstätte ist vollständig samt den

Wurzelballen zu entfernen. Grabmale müssen samt Sockel und Fundament entfernt werden. Auch

sonstige Grabausstattungen wie Weihwasserkessel und Einfassung sind zu entfernen. Bei

Abräumung der Grabstätte von den Nutzungsberechtigten oder bei Abräumung durch die von den

Nutzungsberechtigten beauftragten Gewerbetreibenden, dürfen das Grabmal, das Fundament, die

Einfassung und sonstige Grabausstattungen nicht im Friedhof abgelagert und entsorgt werden. Nach

Abräumung ist die Grabfläche mit Erde aufzufüllen und mit Rasen einzusäen. Werden die Gräber

nicht fristgerecht abgeräumt, so erfolgt die Räumung durch die Friedhofsverwaltung. Im

Nutzungsvertrag haben sich die Unterhaltspflichtigen zur Übernahme der dabei entstehenden

Kosten verpflichtet. Die Kirchengemeinde hat sich im Nutzungsvertrag das Recht vorbehalten, dass

dann, wenn der ordnungswidrige Zustand trotz schriftlicher Aufforderung der Kirchengemeinde

nicht innerhalb einer jeweils festzusetzenden angemessenen Frist beseitigt wird, die

Kirchengemeinde berechtigt ist, dies auf Kosten des Verantwortlichen zu tun.

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VII. Schlußbestimmungen

§ 22 Listenführung

Über das Friedhofwesen werden folgende Listen geführt:

a) Verzeichnis der beigesetzten Verstorbenen mit Geburts- Sterbe- und Beisetzungsdatum und

Bezeichnung der Grabstätte und Nutzungsdauer, sowie Namen und Anschrift des

Nutzungsberechtigten

b) Zeichnerische Unterlagen für die Friedhofanlage (Kirchhofplan usw.).

§ 23 Nutzungsentgelt

Das Entgelt für das Nutzungsrecht der Wahlgrabstätten wird vom Kirchengemeinderat beschlossen

und öffentlich bekanntgegeben.

§ 24 Besondere Fälle

Über alle Fälle, die in der Friedhofsordnung nicht geregelt sind, entscheidet der

Kirchengemeinderat.

§ 25 Haftung

Die Friedhofsverwaltung haftet nicht für Beschädigungen, die an den Gräbern oder Grabmalen

durch Zufall oder durch Dritte entstehen, für die Entwendung von Blumen und Pflanzen oder für

Schäden, die einem Dritten durch die Arbeiten daran verursacht werden.

§ 26 Übergangsbestimmungen und Inkrafttreten

1) Für Grabstätten, die zum Zeipunkt des Inkrafttretens dieser Friedhofsordnung bereits bestehen,

und für die Rechte und Pflichten der Verfügungs- und Nutzungsberechtigen gelten die §§ 7, 12 bis

14 und 17 bis 26 der bisherigen Friedhofsordnung bis zum Ende der Ruhe- oder Nutzungszeit fort.

2) Diese Friedhofsordnung tritt am Tage nach ihrer Bekanntmachung in Kraft. Unbeschadet

Absatz 1 werden mit ihrem Inkrafttreten alle bisher für das Friedhofwesen erlassenen

Bestimmungen aufgehoben.

Erlassen am 05. Juni 2014

Der Evang. Kirchengemeinderat

Fachsenfeld

gezeichnet:

Pfarrer Wolfgang Gokenbach

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